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Modeglossar

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Raglanärmel

Der Raglanärmel – Was ist das eigentlich?

Sie sind besonders verbreitet bei T-Shirts und langärmligen Oberteilen, in der Sport- und Freizeitmode zur beliebten Ärmelvariante avanciert und doch wissen nur wenige, was es mit ihnen auf sich hat. Der Fachbegriff Raglanärmel ist für viele ein Fremdwort. Hier erfahren Sie, was Raglanärmel sind, was der Begriff bedeutet und wie die Ärmelform Einzug in die Freizeitmode fand.

Was sind Raglanärmel?

Raglanärmel gehören zu den sogenannten ‚überschnittenen Ärmeln‘. Dieser Begriff bezeichnet hauptsächlich klassische T-Shirt- und Kimonoärmel, deren Naht weiter in Richtung Oberarm verlegt wurde. Raglanärmel sind dabei eine Sonderform: Die Ärmel sind hier nicht an einer Naht am Oberarmgelenk eingesetzt, sondern die Ärmeleinsatznaht beginnt bereits am Halsausschnitt. Von dort verläuft die Naht über die Schultern bis hin zur Achsel. Der Raglanärmel umschließt damit auch schon einen Teil des Rumpfes. Durch die Schulternaht entsteht beim Oberteil die charakteristische Pyramidenform, die durch Raglanärmel in Kontrastfarben gerne betont wird. Eine weitere Variation dieses sportlichen Schnittes ist der Halbraglan, bei dem die Ärmelnaht aus einem frei wählbaren Punkt der Schulterlinie verläuft, statt aus dem Halsloch.

Woher stammt der Begriff ‚Raglan‘?

Der Raglanärmel fand seinen Ursprung in der berühmten Schlacht von Waterloo des 19. Jahrhunderts. Bei dieser letzten Schlacht Napoleons verlor der britische Feldmarschall Lord Fitzeroy Somerset Raglan einen Arm. Die königliche Militärschneiderei versuchte, Raglans Garderobe so anzupassen, dass er die Möglichkeit bekam, sich selbst mit einem Arm problemlos an- und auszuziehen. Dabei entstand der Raglanärmel in der Form, wie wir ihn heute kennen. Erstmals trug Lord Raglan die Ärmelform im anschließenden Krimkrieg, der an die Erfolge in Waterloo anknüpfen sollte.

Wie style ich Shirts mit Raglanärmeln?

Hauptsächlich sind Raglanschnitte in der Sport- und Freizeitbekleidung beliebt. Besonders bei den Denim-Trends wird immer wieder auf das Raglan-Shirt zurückgegriffen. Die Jeans ist für diese Art von Oberteil ein stilvoller Begleiter und sorgt für einen lässig-sportlichen Look. Während die meisten Raglanshirts aus Jersey hergestellt werden, kommen auch immer mehr Modelle aus Seide, Chiffon oder Strick auf den Markt. Diese eleganten Variationen können Sie auch zu Stoffhosen oder Röcken tragen, um einen spannenden Stilmix zu erzeugen.

Raglanärmel – Auch im Materialmix?

Die besondere Schnittführung der Raglanärmel bietet sich geradezu an, um mit verschiedenen Materialien zu spielen. Verbreitet sind Shirts und Longsleeves aus Baumwolle, die mit Raglanärmeln aus transparentem Seidenchiffon, Seide oder Leder gestaltet sind. Die raffinierte Kombination zweier Materialien macht die Raglan-Oberteile zu echten Hinguckern.