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Casual

Casual: Was Sie über diesen Begriff wissen müssen!

Casual Wear, Smart Casual, Business Casual – dem englischen Begriff "Casual" begegnen Modeinteressierte heute überall. 'Casual' kann jedoch vieles sein und darf nicht verwechselt werden: Casual Wear hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen und niemand sitzt zu Hause im eleganten Smart Casual Outfit auf der Couch vor dem Fernseher.

 

Was "Casual" eigentlich heißt und was sich hinter Begriffen wie "Smart Casual", "Business Casual" und "Casual Friday" verbirgt, erfahren Sie hier.

 

Casual: Was bedeutet das auf Deutsch?

Wer ein englisches Wörterbuch aufschlägt, findet für den Begriff "Casual" Übersetzungen wie "locker", "informell" und "zwanglos". Dies lässt sich auch auf die Kleidung übertragen: "Casual Clothes" sind zunächst einmal zwanglose und bequeme Kleidungsstücke, die in der Freizeit getragen werden: lässige Jeans, bunte T-Shirts, weit geschnittene Pullover und Kapuzenjacken.

 

Am Arbeitsplatz bedeutet "Casual" zwar auch, dass es etwas zwangloser zugehen darf, doch dies heißt nicht, dass die Arbeitnehmer in Hoodie und Jeans im Büro erscheinen dürfen. Begriffe wie "Smart Casual" deuten es schon an: Hier verbindet sich Zwanglosigkeit mit smartem, gepflegtem Stil.

 

Was ist Casual Wear?

Jeder Berufstätige kennt diesen Moment des Heimkommens am Abend, wenn zu erst einmal die strenge Geschäftskleidung ausgezogen und gegen lässige Freizeitkleidung ausgetauscht wird. Jogginghose statt engem Rock oder T-Shirt statt Hemd und Krawatte. Auch an freien Tagen wirft sich niemand mehr groß in Schale, um Einkäufe zu erledigen. Hier kommt die Casual Wear ins Spiel, die eine Brücke zwischen edlem Styling für die Arbeit und gemütlichem Look für zu Hause schlägt: Bequeme Freizeithosen aus Baumwolle, T-Shirts, Kapuzenpullover oder auch einfach geschnittene Sommerkleider zählen zur Casual Wear, die in der Freizeit getragen werden kann, aber auch noch gut genug ist, um sich auf der Straße oder bei Freunden blicken zu lassen.

 

Was ist Smart Casual?

Bis vor einigen Jahren galten für den Arbeitsplatz noch viele (zum Teil ungeschriebene) Gesetze hinsichtlich der korrekten Kleidung: Für die Herren galt fast überall die Pflicht zu Anzug und Krawatte, während Damen entweder auf Kostüm mit Strumpfhose unter dem Rock oder auf einen Hosenanzug setzten. Heute dagegen gibt sich die Berufswelt lässiger: Jeans, vor zwei Jahrzehnten noch verpönt, sind heute in deutschen Büros weit verbreitet und die Krawatte haben die meisten Herren gegen Polohemden oder sogar T-Shirts eingetauscht.

 

Dennoch gibt es auch im Büro noch immer viele Fettnäpfchen und feine Unterschiede, was erlaubt ist und was nicht. Smart Casual lautet hier die Zauberformel: So darf es für die weibliche Mitarbeiterin durchaus ein T-Shirt statt einer Bluse sein, allerdings sollte es sich um ein hochwertiges, gut geschnittenes T-Shirt handeln, das perfekt auf das Outfit abgestimmt ist. Eine Jeans darf es ruhig sein, aber bitte eine dunkelblaue oder schwarze Jeans, gut geschnitten und mit schicken Schuhen wie Pumps oder Ballerinas kombiniert. Hellblaue Schlabberjeans, womöglich noch im "distressed"-Look und kombiniert mit Sneakers, sind im Büro tabu. Die Farben des Smart Casual Outfits sind grundsätzlich gedeckt: Dunkelblau (navy), Schwarz, Grau, Braun oder Weiß sind ideal. Farbliche Akzente können Sie zum Beispiel mit einem schönen Halstuch oder einer bunten Kette setzen.

 

Wie sieht Business Casual aus?

Die Grenzen zwischen Business Casual und Smart Casual sind fließend, doch generell geht es bei der Business Casual-Mode noch etwas gehobener zu. Für die Herren gilt beispielsweise, dass Smart Casual durchaus eine hochwertige Jeans und ein Polohemd sein kann, während Business Casual noch immer den klassischen Anzug fordert - der allerdings heute etwas lässiger sitzen darf und nicht zwingend mit einer Krawatte kombiniert werden muss. 

Stattdessen geht auch ein am Kragen geöffnetes Hemd. In der Damenmode kann Business Casual zum Beispiel bedeuten, dass Rock und Blazer mit einem T-Shirt im Sommer oder einem eng anliegenden Kaschmirpulli im Winter getragen werden dürfen und die Bluse nicht mehr zwingend erforderlich ist.

 

Was geht am Casual Friday?

Der "zwanglose Freitag" entstand bereits in den 50er Jahren in den USA, wo es viele Unternehmen und Banken mit strengen Bekleidungsvorschriften erlaubten, an den Freitagen etwas lässiger ins Büro zu kommen, um sich so auf das bevorstehende Wochenende einzustimmen. So richtig in Schwung kam der Casual Friday jedoch erst in den 80er Jahren und schwappte dann auch nach Europa über. Heute hat der Casual Friday viel an Bedeutung eingebüßt, da sich auch an den anderen Wochentagen lässigere Dress Codes wie Business Casual oder Smart Casual durchgesetzt haben.

Tatsächlich setzen manche Kreativunternehmen, in denen wochentags ein sehr legerer Kleiderstil vorherrscht, heute sogar auf einen "Formal Friday", an dem sich die Angestellten bewusst etwas eleganter kleiden.

 

Tipp: Casual Wear und Smart Casuals trennen

Wenn Sie Ihre Garderobe aufstocken möchten, sollten Sie zwischen Casual Wear für die Freizeit und Smart Casuals für den Arbeitsplatz trennen. Freizeitkleidung darf bequem sein, farbenfroh und lässig. Das bunte T-Shirt und die knielange Baumwollhose sind ideale Casual Wear-Stücke für den Sommer, aber im Büro fehl am Platze. Auf der anderen Seite sind edle Smart Casuals wie das Twinset aus feinem Kaschmir und die dunkelblaue enge Jeans viel zu schade für die Couch.

 

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